KD

21
Jan

21.1.2002

Auch ich hatte ab dem zehnten Lebensjahr meine Karl May-Phase und es dauerte seine Zeit, bis ich alles durch hatte. Nicht alle May-Romane besitze ich, las jedoch alle Bände des Sachsen, nicht nur die Winnetou- und Old Shatterhand-, die Kara Ben Nemsi- und Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abbul Abbas Ibn Hadschi David Al Gossarah -Abenteuer, sondern auch die Kolportage-Geschichten, die ihrerseits kleine Zyklen bilden, teilweise in imaginären deutschen Landen und Ländern beginnen und ihre teutschen Helden irgendwo in Mexiko, China und anderswo entlang reiten, -segeln, -kämpfen lassen, bis die Schurken ins Gras beißen und die Guten obsiegen. Die späten mystizistischen, in denen Old Shatterhand und Kara Ben Nem-si nebst Mitstreitern und Ehefrauen – in beiden Handlungswelten wird ja zuweilen auf die jeweils andere verwiesen und es ist bekannt, daß der zentrale Held eigentlich Schriftsteller ist, was an der Schmetterhand verwundert – in die „dark and bloody grounds“ und in den Vorderen Orient reisen, „Im Reich des Silberlöwen“ sich aufhalten, erstaunten einen dann Vierzehnjährigen etwas, und die christlich-verquasten Botschaften, die sie verkünden wollen, und die Errichtung eines kitschigen Denkmals für Winnetou – „Charly, Winnetou ist ein Christ ...“ flüstert er noch zum ewigen Abschied in „Winetou III“– waren wegen der plötzlichen Fremdheit, die sie in das gewohnte Erzähl- und Rezeptionsmuster einfließen ließen, auch eine nicht uninteressante Lektüre. Arno Schmidts „Sitara und der Weg dorthin“, in dem er Mays verkappte Schwulitäten genüßlich ans Licht zieht, wie ich vor dreißig oder mehr Jahren erfuhr, las ich nie; daß Winnetou eine schwule Figur war, ist, das hatte man später von ferne geahnt, im Alter von elf und zwölf Jahren aber nicht; so mancher heutige Dreizehnjährige würde da wohl hellsichtiger sein, wenn er noch Karl May läse.
An Weihnachten 1962 hatte ich mit meiner Mutter einen kleinen Kampf auszufechten, denn im „Filmtheater“ wurde der erste Karl May-Film, „Der Schatz im Silbersee“, gezeigt, und den wollte, nein, mußte ich natürlich unbedingt sehen, aber ein Jahr zuvor, am zweiten Weihnachtstag, war meine Großmutter gestorben, und meine Mutter hielt es für pietätlos und unmöglich, daß ich an diesem Tag ins Kino gehen wollte. Hatte ich mich durchgesetzt oder sah ich den Film doch an einem anderen Tag der Weihnachtsferien? Es war ein Erlebnis, jene Helden, die ich mir bisher in der Phantasie vorgestellt hatte, nun verkörpert vor mir zu sehen; gleichzeitig verglich ich die Figuren, auch die der nachfolgenden in diesen Filmen von Harald Reinl, produziert von Horst Wendtland, doch mit denen, die sich in meiner Vorstellungswelt versammelt hatten, und ich gab dieser den Vorzug. Heute tun es Kinder, die sich „Harry Potter“ ansehen, nicht anders. Diese Karl May-Taschenbücher kaufte ich mir, zum Geburtstag oder zu Weihnachten, das eine oder andere auch einmal zwischendurch, oft von Geld, das mein Erzeuger, für den in diesem Zusammenhang das Wort „Vater“ vielleicht eine gewisse Berechtigung bekommt, mir schenkte; oder wir trafen uns vor der Buchhandlung „Weichhardt“ in der Bürgertumstraße, damals noch auf der linken Seite, wenn man vom Marktplatz her kommt, gingen hinein und ich durfte mir drei Taschenbücher aussuchen, die ich ziemlich schnell ausgewählt hatte, denn ich wußte ja, wo ich weiter lesen wollte. Es kam vor, daß mein Vater mich dann in seinem Fiat vor’s Haus brachte; anschließend fuhr er zu seinem am Hagenbucher Weg.
Eine andere Möglichkeit, die Lektürekenntnisse zu komplettieren, bestand darin, daß ich mir in der Katholischen Leihbücherei im Keller des Kolpinghauses Bände für eine Woche oder zwei auslieh. Ich war evangelisch, aber was störte es mich, bei den Katholischen das zu holen, was ich lesen mußte? Wenn meine Mutter in den Sonntagsgottesdienst gegangen war, setzte ich mich auf’s Fahrrad und sauste über den Gigelberg hinunter in die Kolpingstraße, lieh die Bücher aus, radelte geschwind zurück und war längst wieder zuhause, als die Mutter wieder kam. Ich glaube, sie erfuhr nie etwas davon, oder doch? Dann hatte ich die dort verfügbaren Bände gelesen, das Fahrrad blieb Sonntagvormittag im Abstellraum.
- Regen, sehr fein, Nieselregen.
21.1.2002

19
Jan

19.1.2002

Ich las in jenen sechziger Jahren viel Schund; Unmengen von Western- und Science Fiction-Heftromanen, auch Taschenbücher dieser Trivialgenres, die selbst für einen Schüler mit wenig Taschengeld erschwinglich waren. Das Geld war bei uns immer knapp, obwohl meine Mutter länger als ein Jahr-zehnt arbeitete – in Biberach, und als junge Frau in Schlesien vier Jahre bei der Reichsbahn –, denn mein Erzeuger hielt es nicht für nötig, uns mehr Unterstützung zu zahlen. Noch heute habe ich zwei volle Kisten mit diesen Erzeugnissen der Unterhaltungsschreiberei im Keller stehen, die ich bei jedem Umzug mitschleppen lasse. Seit ich denken kann – wer kann das schon so einfach von sich behaupten? – las ich, und seit ich las, begann ich irgendwann zu denken; das soll auch bei anderen so gewesen sein. Aber ich vermag mich überhaupt nicht mehr daran zu erinnern, in welchem Kinderalter ich textgierig geworden war.
Meine Mutter hatte in jener Zeit ab und zu noch zu einem Buch gegriffen, nicht nur zur Bibel, war aber oft zu erschöpft, und nicht nur wegen der Verkäuferinnenarbeit, eher von den seelisch-psychischen Bedrückungen, die, und ich kannte sie nicht anders, mal stärker, mal nicht so lastend, sie beschwerten. Mein Erzeuger war ein amusischer, nichtintellektueller Mann (soviel ich überhaupt von ihm wußte und weiß), ein Techniker, der konstruierte; meine intellektuelle Konstitution stammt von meiner Mutter. Nun ja, der andere Erbteil hat wohl auch etwas dazu beigetragen. Sowieso wurde ich nur von meiner christlich-moralischen Mutter erzogen und geprägt und überhaupt nicht von meinem Vater (das Wort kann ja mal erscheinen), einfach deshalb, weil mein Erzeuger nur ein Jemand war, den ich als Junge einmal im Monat, und später, in den Siebzigern, nur selten noch traf. Ich hatte nie das Bedürfnis nach einem Vater gehabt, es war mir äußerst angenehm, daß dieser mir eigentlich fremde Mensch, der mir gleichgültig war, nicht anwesend war. Ich brauchte keinen Vater; ich hatte ihn nie vermißt. Im Gegenteil, sein ständiges Vorhandensein, wäre die Familie – die sie ja war, denn obwohl meine Eltern seit meiner Geburt, jedenfalls kurz danach, getrennt lebten, waren sie nicht geschieden – zusammen gewesen, wäre mir unerträglich geworden. (Freilich sah ich das so, weil ich mir eine andere Konstellation nicht vorstellen konnte, ich hatte eben nicht die Gelegenheit gehabt, etwas anderes kennen zu lernen, und würde auch anders darüber urteilen. Ich selbst wäre dann aber ein ganz anderer, soviel steht fest, und das wäre ja auch nicht so toll.) Der Vater war nicht da, das bedeutete Freiheiten. Ich wußte das früh. Viele Jahre lebten meine Mutter und ich in einer harmonischen Mutter-Sohn-Situation; die gegenseitige Bindung war immer stark; als ich dann Mitte zwanzig war, als ich dreißig war, war diese psycho-logische Lage, mir seit langem klar, zum Problem geworden. Es wurde eine traurige Zeit.
- Ein Wetter wie gestern, nur ohne Schneeflocken und mit sehr wenig Regen. Milder.
19.1.2002

18
Jan

18.1.2002

Am späten Abend – man könnte auch die Nacht für solche Stunden in Anspruch nehmen – zu lesen war mir als Dreizehn- und Vierzehnjährigem zur Gewohnheit geworden. Das Schreiben am späten Abend fand dann, wenn am späten Abend, ab dem siebzehnten Lebensjahr statt. Aber über eine sehr lange Zeit hinweg schrieb ich, wieder waren Jahre vergangen, dann wirklich erst in der Nacht – sofern ich schrieb. Denn ich bin eigentlich immer nur – dies „nur“ ist nicht abwertend gemeint, oder doch? – ein Leser gewesen, und ein Schreiber nur – und dies „nur“ hat einen bedauernden Klang – sporadisch. Bevor ich aber zu schnell in den Jahren weitereile, komme ich zurück in die, die in der Mitte des sechsten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts lagen. An einen dieser Abende erinnere ich mich deutlich: in ihm schrieb ich das erste Gedicht, „Vogelsang“. Ich war sechzehn Jahre alt, man datierte also entweder das Jahr 1967 oder auch 1968, aber dann vor dem September. Ich bemerke, daß mir zwar der Abend klar im Gedächtnis ist, aber nicht, wann er war, ob im Herbst, im Winter, Frühjahr oder Sommer. Der Titel des Gedichts ist mir keine Hilfe, denn nur weil es sich mit Vögeln oder einem Vogel (so genau weiß ich auch das jetzt nicht mehr) beschäftigte, mußte es nicht in vogelfreundlicheren Jahreszeiten geschrieben worden sein. Ich schrieb dieses kleine Gedicht, das mir abhanden kam (vermutlich in den Siebzigern), und wußte danach, was ich getan hatte: ich hatte ein Gedicht geschrieben. Als ich zu Bett ging, war mir der Gedanke, ein Poet zu sein, einer zu werden, ganz selbstverständlich. An diesen Minuten war etwas Erhebendes. Es war einer jener Augenblicke – also die Zeitspanne, die man für diese Blicke braucht – , von denen man von Schriftstellern mitgeteilt bekommt, sie seien es gewesen, in denen man die eigene Bestimmung erkannt habe. Das Lesen spätabends ging mit dem Widerwillen gegen das morgendliche Aufstehen zusammen. Die Schulzeit hindurch, bis zum Ende der Pflichtübung, rasselte um 6.15 Uhr ein breiter Wecker mit einem Metallknopf auf seinem „Kopf“. Auf den schlug ich, das häßliche Rasseln abzustellen.
Ich war immer ein Nachtmensch. Meine Mutter auch. Die Ursache dieser Eigenschaft oder auch nur Angewohnheit war vielleicht die, daß sie als Mädchen in der Gastwirtschaft, die die Eltern auf dem Hof in Oberschlesien betrieben hatten, ausgeholfen, also manchmal bedient hatte, und dabei war es oft spät geworden. So erklärte sie sich mir gegenüber einmal. Auf mich ging dieses Verhalten durch Vererbung über. Das kommt vor. Die morgendliche Verstimmung, im Winter noch verstärkt durch die Gewißheit, in Kälte und/oder Schnee oder Schneeregen oder nur durch Regen, und dunkel war es zu dieser Stunde auch, zu jenem Ort hasten zu müssen, zu dem man als künftig halbwegs angesehenes Mitglied eines sozialen Gefüges eben zu hasten hat, ließ spätestens im achtzehnten Jahr der Anwesenheit in mir den Entschluß reifen, mich nur einer Tätigkeit, für die ich nicht so lächerlich früh aufzustehen brauchte, zu widmen. Doch, diese Unlust hatte ihren Anteil daran, daß ich nie einen Beruf hatte, nur für sechzehn Jahre einen Job; für’s Faulsein war ich immer talentiert.
- Naßgrau, nachmittags sanken ein paar Wasserschneeflocken zwischen die Häuser und in die Hinterhöfe, dann für einige Zeit Regentropfen, bis es Abend war.
18.1.2002

15
Jan

15.1.2002

„Die Biberacher Zeit“ – das klingt fast, als glaubte ich, Biberach hätte eine eigene Zeit, die nur für Biberach gälte, die nur in dieser oberschwäbischen Stadt ihre spezifischen „biberacherischen“ Eigenschaften hätte. Ich will den bejahrten langweiligen Gedanken, in der Provinz liefe „das Leben“ – einer dieser Begriffe, die so lange auseinander genommen werden sollten, in kleinste Teilchen zerlegt werden sollten, bis die Phrase nicht mehr zu erkennen wäre – „anders“, langsamer etc., nicht einmal denken; schon ist er aber wieder angedacht. Lassen wir ihn in diesem Zustand, wenn sich seine Aufdringlichkeit nicht ganz vermeiden läßt, aber beachten wir ihn nicht, auch das nicht, was er leider immer sofort mit sich heranschleppt, das sich jetzt in dem Halbdunkel, in dem er verharren soll, niederläßt. Dieser Titel macht aber Schwierigkeiten. So wie „Zeit“ ein kosmologisches Wort ist, signalisiert es, im Zusammenhang mit einem Ortsnamen, einer räumlichen Bestimmung, sogleich so etwas wie ein Zeitgefüge oder Zeitgehäuse, einen Kosmos; dieses Wort mit dem Ort Biberach in einem Zuge mitzudenken ist fast eine Lächerlichkeit, hat etwas Abderitisches; Vorsicht. „Die Biberacher Zeit“ – will dieser Arbeitstitel andeuten, hier in den Sätzen, die unter ihm stehen, würde, sagen wir: ein Mikrokosmos, durchtrippelt? Wenn, dann nur jener, in dem ich in Biberach Zeit verbrachte, nicht jener, in dem Biberach (mit allem, was zu dieser Stadt gehörte) seine Zeit verbrachte. Ich beantworte meine Frage nicht, jetzt; ich schreibe weiter, so wie es mir möglich ist, am Schluß wird die Frage dadurch eine Antwort bekommen haben oder auch nur eine halbe; vielleicht auch nur als Halbwahrheit, denn das Erinnerte ist schließlich nie das wirklich Gewesene, auch dann nicht, wenn man ehrlich mit sich und anderen (da wird es aber wirklich ernst!) umgeht, zumindest die Absicht dazu hat. Aber das gibt im Augenblick noch immer keine Entgegnung auf die andere, die eigentliche Frage, warum in Berlin…Biberach...; die ist sozusagen die Metafrage jetzt, die die andere einschließt; sie will und soll eine schnellere Antwort erhalten; soll sie haben, aber heute nicht mehr.
- Ein sonniger und kalter Mittwintertag. Körnige pulvrige Schneereste auf Brachen und zwischen Gleisen, schmutziges „Stadteis“ da und dort, aber auf Wegen und Straßen selten. Winterstaubiger Schmutz überall.
15.1.2002

12
Jan

12.1.2002

Ich will dem Zeitungsmann in der Lokalredaktion der „Schwäbischen Zeitung“ in Biberach einen Artikel schicken, in dem etwa folgendes steht: Vieles, was sich im Leben der Stadt Biberach in den siebziger Jahren ereignet habe, sei vergessen oder in den Archiven verschwunden, und was für die Angehörigen meiner Generation in die Jugend gehöre, erführen Jüngere, wenn überhaupt, nur als Aspekte der Stadtgeschichte. Der Autor schildere nun, vielleicht als ersten Beitrag innerhalb einer Serie über die siebziger Jahre, wie der „Club Impuls“ zur Jahreswende 1973/1974 ins Leben gerufen worden sei. Der Artikel möchte hervorheben, daß die Idee, in Biberach Kino-Spätvorstellungen anzubieten, ihre Keimzelle im „Club Impuls“ gehabt habe. Kino-Spätvorstellungen hätten bis in die Mitte der Siebziger nicht stattgefunden. Der Autor des Artikels sei damals einer der Mieter gewesen, aus der Gruppe der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, die ein Kellergewölbe am Gigelberg als Versammlungsraum gemietet hätten. Aus der „Strauß“-Szene – die Gastwirtschaft „Strauß“ sei zu Beginn der siebziger Jahre einer der wenigen Orte gewesen, in der sich die nichtorganisierte Jugendszene getroffen habe – sei der politischen Gruppe vorgeschlagen worden, dieses Gewölbe auch als Club für politisch nicht gebundene junge Leute zu nutzen. So sei im Dezember 1973 der „Club Impuls“ entstanden. Eine früher aktive Jugendgruppe, „idee 68“, hätte in diesen Keller schon eine Theke hineingebaut, und wir hätten uns einige alte Sofas und Sessel besorgt, und ein Ölöfen habe schon darin gestanden, eine – unzureichende – Lüftung ebenfalls. In der Kreisbildstelle hätte ich einen Vorführschein für den von dort auszuleihenden Filmprojektor erworben. Der Club sei dann freitags und samstags ab 20 Uhr geöffnet gewesen. Zweimal hätten an den Samstagen lokale Jazzrockgruppen gespielt, an anderen Wochenenden seien Filme gezeigt worden, die wir vom Filmkunstverleih „Atlas“ in Göttingen erhalten hätten. Während die Clubbesucher rauchend und trinkend in den Sesseln und Sofas gesessen hätten, habe der 16-mm-Projektor leise ratternd Filme von und mit Charly Chaplin, Stan Laurel und Oliver Hardy, Bunuels „Milchstraße“, den Schwarzweiß-Western „Nevada“ und „Zabriskie Point“ von Antonioni auf die tragbare Leinwand geworfen. Nur DM 2 zur Kostenerstattung für die Filme hätten die Zuschauer entrichten müssen. Der Club habe rasch 74 Mitglieder gehabt. Im März ’74 hätten wir dann einen Brief erhalten – vom Kinobetreiber A. Kutter. Im Brief sei das Angebot, die von uns ausgewählten Filme in einem seiner beiden Kinos – die Filmtheaterbetriebe K. hätten damals nur aus den Abspielhäusern „Filmtheater“ und „Urania“ bestanden – zu zeigen, ohne Gewinnbeteiligung der FTB K., mit der Drohung, andernfalls, wenn wir auf dieses Angebot nicht hätten eingehen wollen, den Filmverleih infolge der Konkurrenzsituation durch unsere neue kinematographische Aktivität dazu zu veranlassen, dem „Club Impuls“ keine Filmmietverträge mehr zu gewähren, verbunden gewesen. Wir hätten uns natürlich dazu entschlossen, auf dieses Angebot einzugehen, denn in einem richtigen Kino sei es uns möglich geworden, auch Cinemascope- und andere Breitwandfilme abspielen zu können. Am 28. März habe unter der Überschrift „Neuer Film-Impuls“ in der Schwäbischen Zeitung gestanden: „Der Biberacher Club Impuls (...) zeigt sein Programm an qualitativ anspruchsvolleren Filmen ab 29. März im ‚Urania“, jeweils alles zwei Wochen freitags um 22.30 Uhr.“ Gezeigt worden sei „Privileg“ von Peter Watkins, ein gesellschaftskritischer Streifen über das Pop-Geschäft und Politik. Die erste Kino-Spätvorstellung in Biberach habe als „Nachtstudio Club Impuls“ am 29. März 1974 stattgefunden, mit 38 Besuchern. Wir hätten Filme der Marx-Brothers in Originalfassungen mit Untertiteln, von Polanski, Lester, Resnais, Fellini, Corbucci, Ponte-corvo, Rocha, Clément und anderen, außerdem Rockmusikfilme mit den Stones, Frank Zappa, Arlo Guthrie, Pink Floyd angeboten. Der Comicfilm „Fritz the Cat“ habe einen Publikumsansturm verursacht, das „Filmtheater“ sei ausverkauft gewesen. „Aguirre – Der Zorn Gottes“ sei 1974 die erste, übrigens gut besuchte, Vorführung eines Werks von Werner Herzog, der nur Cinéasten ein Begriff gewesen sei, in Biberach gewesen, am 23. August. Im Sommer 1974 hätten die politische Gruppe und der Club den Keller aufgegeben. Der Club habe nur noch Kino angeboten. Inzwischen Student in Stuttgart geworden, nach wie vor Presseankündigungen und Infoblätter schreibend, hätte ich den Club, der nun ein reiner Filmclub geworden sei, eine Zeitlang am Leben erhalten. Ein hartnäckiges Defizit sei aufgelaufen, das im Frühjahr 1975 die Vorführung von ein paar Musikfilmen ausgeglichen habe. Der „Club Impuls“ sei ad acta gelegt worden, hätte seinem Namen aber Ehre gemacht: in den FTB K. seien danach Spätfilme im „Nachtstudio Impuls“ und noch später unter ähnlicher Bezeichnung und schließlich gar keiner gezeigt worden; die Spätvorstellungen seien eingeführt gewesen und hätten ihr Publikum gehabt.
- Keine Wetterbeobachtung.
12.1.2002

11
Jan

11.1.2002

Und als könnte man diesem Blick ausweichen, blickt man selbst zurück, hinter sich, denn da muß doch noch einer stehen, auf den dieser Blick der anderen, oder der Welt, wiewohl solch ein „Blick der Welt“ reichlich abstrakt sein müßte, weshalb wir diesen Blick gleich wieder vergessen, abgeleitet werden kann, so hofft man in solcher Sekunde, und tatsächlich: da steht jemand, oder ein Etwas, das oder der eine unklare Ähnlichkeit mit einem selber hat, mit dem Selbst, das zu sein man sich vorzustellen nicht ganz aufgegeben hat, dem Ich. Die dünnen durchsichtigen Schichten der Zeit geben diesem hinter einem stehenden – oder liegenden, wie die eigenartigerweise geläufigere Floskel heißt – Ich oder Selbst diese ein wenig gebrochene, verschwimmende Kontur, denn wie noch das dünnste Glas das Licht des Jetzt bricht, wenn auch nur um einen winzigen Winkelgrad, wenn es durch es durchfällt und das Dahinterliegende – sieht das beobachtende Augen gleichzeitig durch dieses Glas, fliegt der Blick also im Licht mit – dadurch um diese Winzigkeit verrückt wird, so brechen die Schichten der Zeit die Erinnerung.
Vorgestern hatte ich einen Gedanken, den ich über dem Schreiben vergaß, und vorhin hat er sich wieder gezeigt und jetzt will er aufgeschrieben werden, denn wenn er wieder unberücksichtigt bleibt, obwohl er sich bequemt hat, noch einmal zu kommen, zieht er sich womöglich für immer zurück. Nun – wenn man, sagen wir, fünfzig Jahre erlebt hat, ein fünfzigjähriges Leben schon sich sozusagen erworben hat, und aus diesem halben eigenen Jahrhundert das zusammentragen würde, was einem wichtig war und das einem zum jeweiligen Standpunkt in der eigenen Zeit das Gefühl gab, gern und deutlich am Leben zu sein, also die Intensität des Lebensgefühls betrifft, dann kann es gut sein, daß man Mühe hätte, ein einziges, sagen wir: das einundfünfzigste, Jahr, damit so zu füllen, daß nicht noch einige Tage oder gar Wochen an „Zeitraum“ übrig blieben.
- Über Mittag verlieh das Licht des Fixsterns, Sonne genannt, das in den oberen Höhen zu ahnen war, der Wolkenschicht über der Stadt einen silbrigen Schimmer. Kälter.
11.1.2002

10
Jan

10.1.2002

Es ist nun wirklich nichts, was die Welt, also die, die auf ihr herumrennen und -stolpern, zu größerer Aufmerksamkeit verpflichten würde, wenn man über irgend jemanden beiläufig feststellt, daß man sich schwer täte, wollte man in seinem – noch oder schon gelebten – Leben irgend etwas Belangvolles entdecken oder wenigstens Anfänge und Ansätze dazu, die, mit einigem gutem Willen, so zusammengebracht werden könnten, daß eine absehbare Tendenz hin zu diesem Gehaltvollen entdeckt würde, aber wenn man selbst dieser Mann ist, der so über sich denken muß, weil er sich einen Rest von Ehrlichkeit und Eigenkritik bewahrt hat (das wird hoch gelobt, ist aber, wenn schon von Ehrlichkeit gesprochen werden soll, nur schädlich), dann sieht die Sache anders aus, denn plötzlich beschleicht einen das unschöne Gefühl (und ist es nur ein Gefühl, dann hat man ja doch etwas Glück), daß die eben noch gleichgültige Welt sich herumdreht und mit hochgezogenen Brauen, womöglich sogar ein Spur spöttisch, einen Blick heranwirft, unter dem man unwillkürlich den Kopf zwischen die Schultern zieht.
- Naß, kalt, grau, kein Funken Blau.
10.1.2002

7
Jan

7.1.2002

Für den gedrungenen Wohnzimmerofen, an dessen Vorderseite zwischen Einfüllöffnung und Ascheschiebertürchen sich eine feuerfeste Glasscheibe befand, durch die die brennenden Kohlen beobachtet werden konnten, benötigte man hin und wieder doch etwas Brennholz, wenn das Feuer wegen nicht oder auch einmal zu spät erfolgten Nachschubs erloschen oder in solch kümmerlichem Zustand war, daß es etwas Unterstützung brauchte. Hauptsächlich der emaillierte schmale Kohleofen in der Küche, ein damals schon nicht mehr sehr neues Modell, war ohne etwas Brennholz, das auf zusammengeknülltes Papier gelegt wurde, und auf den Holzscheiten lagen zwei oder drei Briketts, nicht in Gang zu bekommen. Das Brennholz lagerte in einer äußersten Ecke unter der Dachschräge, an der östlichen Hauswand, und diese Ecke war durch eine Stützbalkenkonstruktion so „abgeschirmt“, daß man nur vornüber geneigt unter den Dachplatten ein wenig um sie herumschleichen konnte, um ebenso gebückt die Holzscheite in einen alten Korb einzufüllen. Einmal in der Woche holte ich von dort oben Holz.
Der größte Teil des Dachbodens war mit dort deponierten Körben und Kartons beider Mietparteien belegt, ein ovales Seitenfenster gestattete einen Blick nach Norden an den ansteigenden Hang des Lindelebergs und einen Teil der Straße. Für Jahre lag auf einer Stelle des Holzbodens eine dieser gelblich-orangefarbenen Ölhäute (keine Jacke!), weil über ihr einmal über einige Zeit das Dach undicht gewesen war und der Regen an der Decke jenes Zimmers, das mein Refugium war, Feuchtigkeitsflecken hervorgerufen hatte. Den südlichen Teil des Dachgeschosses nimmt eine Mansarde ein; die hochbogigen Fenster des Wohnraums boten – und bieten – einen sehr schönen Überblick hin zum Gigelberg und zum hochgelegenen östlichen Stadtteil „Talfeld“; trat ich nahe an sie heran und wanderte der Blick nach links, sah ich die Häuser dort. Zur Mansarde gehörte, vom kleinen Flur, der zum Dachboden führte, getrennt, ein Waschraum mit einem der hohen Fenster. Diese Mansarde wurde, in den Frühjahren und Herbsten, bis zum Ende der sechziger Jahre für jeweils ein paar Tage vom schon alten Eigentümer, dem Schiffsmakler Wilhelm S., der sich Guglièlmo S. nannte, weil er seit Jahrzehnten in Palermo lebte, bewohnt, wenn er nach Biberach kam, um das Grab seiner Frau zu besuchen und sein Haus, seine Mansarde, als Stützpunkt für seine Jagdausflüge im Bayerischen zu benützen. In manchen Jahren kam er nur einmal. Er war ein sehr großer, knorriger Mann mit Charakterkopf, brummig, aber meiner Mutter und mir auf versteckte Weise wohlgesonnen, obwohl er, als meine Mutter ihn einmal auf das schadhafte Dach und die Folgen für unsere Wohnqualität aufmerksam gemacht hatte, nur unwirsch entgegnet hatte, in Palermo regne es in den Königspalast, womit das Thema für ihn erledigt war. (Ein anderes Mal, aus irgendeinem Anlaß, sagte er, und nur das blieb mir im Gedächtnis: „In Palermo schlafe ich mit dem Revolver unter dem Kopfkissen!“ Das hinterließ natürlich seinen Eindruck bei mir.) Er ließ am Haus nichts ausbessern, dafür erhöhte er nur einmal die ohnehin nicht sehr hohe Miete. Wenn er sich angekündigt hatte, wußte ich, daß ich ihm wieder den Tee in seinen Raum hinaufbringen würde. Er legte Wert auf richtig aufgegossenen schwarzen Tee, nicht zu lange gezogen. Wenn er dann, zwei großkalibrige Schrotflinten baumelten von den Schultern, mit schweren Schritten die Treppe heraufstapfte und sich bei uns meldete – manchmal empfing ich ihn, weil meine Mutter arbeitete – und dann auf der zweiten Treppe zur Mansarde weiterstieg, war er für mich immer eine imposante Gestalt gewesen. Als er sich, schon fast neunzigjährig, zum letzten Mal von uns verabschiedete (er wußte, daß es das letzte Mal war), sagte er meiner Mutter, wir könnten uns aus seinen Räumen (die Schlüssel hatten wir, und nur zu uns hatte er im Haus, auf seine scheinbar grimmige Art, so etwas wie eine herrschaftlich-freundliche Aufmerksamkeit) alles holen, was wir wollten, nach seinem Tod. Von seinen Erben hielt er, wie er sich äußerte, nicht viel, was sich auch daran zeigte, daß er das Haus der Stadt Biberach vermachte, wie wir schließlich erfuhren. So kam ich zu Beginn der siebziger Jahre in den Besitz einiger alter Möbel; der Schreibtisch, an dem diese Zeilen entstehen, war seiner, der Stuhl, auf dem ich sitze, auch.
- Typisch Berliner Schmuddelnieselwetter; abends hing die Luftfeuchtigkeit wie in Gaswolken zwischen den Straßen.
7.1.2002

6
Jan

6.1.2002

Auch bei uns blieb der „Baum“ bis zum Dreikönigstag im Wohnzimmer stehen, denn die Weihnachtszeit dauert nun einmal trotz Sylvester – aber natürlich war der auch ein Heiliger gewesen, sofern ein bestimmter Ritus darüber eine verbindliche Aussage machen kann – und Neujahr bis Epiphanias, und an diesem Tag erschien mir zuverlässig jeden Januar die Gewißheit, daß die Weihnachtsferien zu Ende waren. Am Nachmittag des 24. Dezembers hatte ich den „Baum“ Jahr für Jahr mit den immer wieder verwendeten Kugeln und Strohsternen behängt – auf Weihnachten abgestimmtes Rock- und Popsonggedudel aus dem Radio der „Musiktruhe“ – und mit dem aus dem Karton, der bis zum jeweils nächsten Weihnachten auf dem Dachboden ausharrte, entnommenen Silber- und Goldlametta, dem nur hin und wieder eine frische Packung hinzugefügt wurde, geschmückt, natürlich auch die metallenen blütenblätterförmigen Kerzenhalter an den Zweigen befestigt, auf denen dann am Abend des Hl. Abends die weißen schlanken Stangen, die ihren Zweig etwas nach unten drückten, von den Flämmchen malträtiert niederschmolzen. Zum Abschluß der Behängung hatte ich an die Spitze der kleinen Tanne oder Fichte einen besonders großen Stern geklemmt. An Sylvester, neue, ganze Kerzen waren eingesetzt worden, hatten dann zusätzlich schwefelhaltige „Wunderkerzen“ die Zweige nach unten gezogen. Auch dieser „Baum“ hatte bis zum Dreiköngstag stark zu nadeln begonnen, die grüngrauen Nadeln lagen auf dem Teppich, auf den Überresten der Geschenke, den leeren Kartons oder sogar wieder hingelegten Büchern oder Pralinenschachteln (auch sie so gut wie leer) und rieselten davon, wenn einer dieser Gegenstände in die Hand genommen wurde; auch nur durch die kleine Erschütterung des Fußbodens beim Gehen. Am Nach-mittag nach dem Erscheinungstag entkleidete ich die Tannen- beziehungsweise Fichtenruine ihres fad und fadenscheinig gewordenen Behangs, die letzten Kerzenstummel zog ich aus ihren auf den halbnackten Zweigen schwankenden Haltern, warf sie in eine Tüte, die zum Müll kam, alles lag, bis zur nächsten Zweiwochensaison, im Karton, den trug ich hinauf unter‘s Dach. Der Staubsauger, ein graues kleines Monster der sechziger Jahre mit einem langen Rüssel, ruckte und zuckte hinter mir her, wanderte mit mir durch’s Wohnzimmer, vertilgte die verbliebenen Spuren der Festtage. Zuvor hatte ich den „Baum“ natürlich aus der Wohnung in eine Gartenecke getragen, was, nach dem Staubsaugereinsatz, das Abfegen der Treppe erforderlich machte, und im Durchgangsflur der unteren Mieter hantierte ich dann mit Schaufel und „Kehrwisch“. Die Süßigkeiten waren aufgefressen, die neuen Bücher gelesen, das Jahr durfte beginnen.
- Ein halbheller, metallgrauer Tag mit Regen, die Außentemperatur ist gestiegen.
6.1.2002

5
Jan

5.1.2002

Zu den vielen Wintern der Jahre, die meine Mutter und ich in diesem Lindelestraßenhaus wohnten (der Winter 1974/1975 war der letzte), gehörte es, seit meinem zwölften Lebensjahr, dazu, daß ich noch spät an den Abenden, aber doch nicht an jedem, mit den „Kohlenschüttern“ und „Briketthaltern“ – waren dies die Bezeichnungen für diese Gegenstände? – hinunter in den Keller ging. Meine ganze Kindheit und den wesentlichen Teil der Jugend (immerhin war ich beim Auszug schon vierundzwanzig Jahre alt) hindurch wurde bei uns mit Holz- und Kohleöfen geheizt, und erst nach unserem Auszug – die letzten der in den Jahren wechselnden Mieter des Hochparterre waren da längst fort – wurde das Gebäude, wie wir wußten, vom neuen Eigentümer mit einer modernen Fußbodenheizung versehen. Oft war es unten schon still, wenn ich mit meinen schwarzblechernen Behältern die in einem 90-Grad-Bogen hinunterführende Holztreppe hinabstieg, die Ende der fünfziger Jahre dort eingebaute Zwischentür öffnete – das Haus, die alte Villa, war ja nicht als Mietshaus erbaut worden – und drei Schritte nach links tat, die Tür zur steinernen Kellertreppe möglichst leise aufzog (doch ein kurzes blechernes Klappern war manchmal nicht zu vermeiden) und hinunterstieg, aber nicht sehr tief, denn der ganze Kellerbereich, in dem auch zwei Räume lagen, die in den sechziger Jahren von den Töchtern des unten wohnenden Ehepaars als Jugendzimmer benutzt wurden, war ein Souterrain mit Fenstern, nur unser Kohlenkeller, der einzige Raum, der auch für diesen Zweck gedacht gewesen war, lag, trotz des stets das Tageslicht nur sehr trübe hereinlassenden schmalen Fensters, so, daß er als Keller wirkte.
In diesen halben Tiefen des Hauses schob ich den länglichen kastenförmigen Behälter für die Eierkohlen in den in der Ecke aufgeschütteten schwarzen Haufen, was ein kullernd-kratzendes Geräusch hervorrief, die Kellertür war aber hinter mir geschlossen, dann stapelte ich die Briketts in die dafür in Frage kommende Tragevorrichtung, hievte beide „Eimer“ vor die Tür, riegelte diese zu und schleppte die Kohlenbehälter beidhändig beide Treppen hinauf, dann erst wurde für diese Nacht der große Schlüssel im Schloß der oberen Tür, die in unsere Wohnung hineinführte, herumgedreht. Ich schüttete noch ein kleine Ladung Eierkohlen in den „Dauerbrandofen“, der im Wohnzimmer stand und eine gemütliche Wärme produzierte, und widmete mich anschließend wieder dem Science Fiction-Roman – oder anderer Lektüre, die, anders als die Science Fiction damals, den Anspruch, „Literatur“ zu sein, haben durfte – und las noch eine Weile, bis die dumme Notwendigkeit, am nächsten Morgen um sechs Uhr dreißig aufstehen und in die langweilige Schule traben zu müssen, mich aus fremden Welten auf die Banalitäten eines Schülerdaseins zurückholte. Nicht selten war zu dieser Stunde meine Mutter, die damals einen weiten Bekanntenkreis hatte und gelegentlich auch in den Angelegenheiten des Verbandes, zu dessen Kreisvorstand sie gehörte, unterwegs war, noch außer Haus; es kam vor, daß ich sie noch die Treppe heraufkommen hörte, bevor ich in jene Welten verschwand, die die Traumfantasien aufbauen.
- Die Sonne schien den ganzen Tag und ermöglichte ihm eine sanfte Dämmerung in sanften Farben.
5.1.2002
Klaus-Dieter Diedrich (1951-2006): "Die Biberacher Zeit"

Suche

 

Kürzlich kommentiert

Ein wichtiges Projekt!
Als Biberacher, der K.D. kannte und als bekennender...
Tadellöser - 20. Dez, 13:02

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Statistisches & Linksphäre

Linksphäre:
Wer linkt hierher?

Besucherzahl:

Besucher-Statistik

Credits

Status

Online seit 7015 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 20. Dez, 13:02

biographie
galerie
impressum und (c)
projekt-info
widmung
KD
prolog
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren